Felgen gibt es in verschiedensten Grössen, Faben, Formen und Varianten.

Felgen sind für Autos, wie bei Menschen die Schuhe. Hat man die richtigen Felgen am Auto, gilt es diese richtig zu Pflegen. Hier zeigen wir euch eine praktische Anleitung was Sie zur Felgenreinigung und der Pflegen alles wissen müssen.

Woher kommen die Verschmutzungen an den Felgen?

In den meisten Fällen, ist es eingebrannter Bremsstaub, der zu hartnäckigen Verschmutzungen führt. Diesen Bremsstaub kann man mit einer Bürste kaum wegbekommen. Aus diesem Grund hilft meistens eine Wäsche in der Autowaschanlage meistens nicht. Verschmutzungen an den Felgen entstehen durch hohe Hitze, die beim Bremsen auf die Räder wirkt und Staub ins Metall einbrennt. Dadurch, dass die Bremsen vorne deutlich mehr belastet sind, sind die vorderen Felgen am meisten Betroffen.

Andere Ursachen für Felgen-Verschmutzungen

Streusalz im Winter ist neben Bremsstaub eine weitere Zumutung für die Räder. Insbesondere Streusalz kann dem Lack der Felgen böse zusetzen und zu unschönen Korrosionen führen.

Welche Felgenreiniger sind besonders geeignet?

Der Markt bietet eine Vielzahl an Felgenreiniger. Der Kostenfaktor liegt meist zwischen 7 und 20 Euro. Welcher Reiniger wirklich etwas taugt, erfährt man meist in der praktischen Anwendung.

Felgen reinigen in wenigen Schritten:

  1. Felgenreiniger auftragen: Sprühen Sie den Felgenreiniger auf die trockenen Felgen und lassen ihn je nach Anleitung einige Minuten einwirken. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie keine stark säurehaltigen Reiniger verwenden, da diese die Lackierung der Felge zusätzlichen schädigen können.
  2. Felgen mit Bürste reinigen: Bei besonders hartnäckigem Schmutz und schwer erreichbaren Stellen empfehlen sich eine weiche Zahnbürste oder spezielle Felgenbürsten und Pinsel zum Reinigen der Felgen. Gehen Sie vorher sicher, dass die Bürste nicht zu hart ist, sonst kommt es schnell zu Kratzern im Lack.
  3. Felgen abspülen und versiegeln: Schließlich entfernen Sie die restlichen Spuren des Felgenreinigers gründlich mit Wasser. Hierzu empfiehlt sich, falls vorhanden, ein Hochdruckreiniger. Wichtig: genügend Abstand zum Rad zu halten. Die Düse sollte nicht direkt an das Rad gehalten werden, da sonst die Lackoberfläche des Rades beschädigt werden kann. Für ein optimales Ergebnis besprühen Sie die trockenen Aluräder anschließend noch mit Felgenversiegelung und verreiben diese mit einem weichen Lappen. Dadurch ist die Felge vor Bremsstaub, Straßenschmutz und Streusalz geschützt. Hinzu kommt, dass die Versiegelung den Felgen einen tollen Glanz verleitet.

Tipp: Falls sich selbst nach Reinigen mit Felgenreiniger und Hochdruckreiniger immer noch Schmutz auf der Felge (etwa im Felgenbett) befindet, säubern Sie die Felge noch einmal mit Glasreiniger und einem Lappen. Hierzu tunken Sie den Lappen mehrmals in einem Eimer mit Wasser und Fensterreiniger und wischen gezielt über die schmutzigen Stellen.

Haushaltsmittel als Alternative zu indsutriellen Felgenreinigern

Viele Autofahrer schwören bei der Felgenreinigung auf Haushaltsmittel als günstige Alternative zu teuren Felgenreinigern. Doch reinigen Haushaltsmittel wirklich so gut wie spezielle Reiniger?

Felgenreinigung mit Backofenspray

Die Meinung bei Verwendung von Backofenreiniger ist zwiegespalten. Die einen schwören drauf, da sie tolle Ergebnisse damit erzielt haben, die anderen raten unbedingt davon ab, da es zu Schäden und Korrosion kommen kann. Der Grund dafür ist: Viele Backofensprays sind stark säurehaltig. Dadurch greifen Backofenreiniger, wie auch säurehaltige Felgenreiniger, die Oberflächen des Leichtmetallrads an.

Greifen Sie bei hartnäckigem Schmutz dennoch zum Backofenspray, achten Sie unbedingt darauf, nicht direkt auf die Bremsbeläge zu sprühen. Es könnte ansonsten zu Beschädigungen der Bremsen kommen, da diese durch den säurehaltigen Inhalt des Backofensprays angegriffen werden können.

Der Einsatz von Backofenspray ähnelt der Verwendung von herkömmlichen Felgenreinigern. Sie lösen den groben Schmutz zunächst mit einem Hochdruckreiniger, einer Wäsche in der Waschanlage oder einem nassen Schwamm. Danach trocknen Sie die Felgen mit einem Tuch ab. Das ist wichtig, damit der Backofenreiniger richtig haften und einwirken kann.

Anschließend sprühen Sie die verschmutzten Felgen von der Innen- und Außenseite gleichmäßig mit dem Backofenreiniger an und lassen ihn eine Viertelstundeeinwirken.

Zum Schluss nehmen Sie einen Wasserschlauch und spritzen die Felgen wieder sauber, um die letzten Reste des Reinigers zu beseitigen. Sie können alternativ auch einen Eimer Wasser nehmen und diesen über die Felgen gießen. Zudem empfiehlt sich nochmal mit einem Schwamm über die Felgen zu wischen, um sicherzustellen, dass alle Reste entfernt worden sind.

Zahnpasta als Felgenreiniger

Zahnbürsten eignen sich wunderbar für das Putzen von schwer zu erreichenden Stellen. Doch auch die Zahnpastalässt sich für die Reinigung von Felgen verwenden. Dazu tragen Sie die Zahncreme auf ein feuchtes Tuch auf und verreiben damit gezielt die verschmutze Stelle auf der Felge. Für ein optimales Ergebnis reinigen Sie das Tuch einige Male in klarem Wasser und tragen neue Zahnpasta auf. Anschließend spülen Sie die Leichtmetallräder mit sauberem Wasser ab.

Regelmäßige Felgenreinigung spart Geld

Um unschöne Macken in den Felgen zu vermeiden, reinigen Sie die Leichtmetallräder alle zwei bis vier Wochen. Im Winter empfiehlt sich die Reinigung sogar noch öfter. So geben Sie Bremsstaub, Straßenschmutz und Streusalz gar nicht erst die Zeit sich festzusetzen. Zudem sparen Sie dabei auch das Geld für teure Reiniger, da bei regelmäßiger Wäsche meist Spülmittel und Fensterreiniger genügen. Für lackierte Felgen gilt die gleiche Herangehensweise wie bei Alufelgen. Stahlfelgen sind da etwas robuster, sollten aber ebenfalls nicht mit säurehaltigen Reinigern gewaschen werden.

 

Quelle: Blog Reifen vor Ort